1. Achter-Sepp:
Spaßausdruck für den Neos-Deregulierungs-Staatssekretär Sepp Schellhorn. Er soll angeblich nicht einen Audi A6, sondern Audi A8 als Dienstauto verlangt haben, weil ihm der Audi A6 angeblich zu minder gewesen sei. Schellhorn bestreitet das vehement, doch die Opposition hat den Ausdruck geprägt, der jetzt die Runde macht.
2. Bhudda von Wien:
„Spiegel“-Titel über Bundeskanzler Christian Stocker.
3. Elch Emil:
Ein Elch, der von Norden kommend durch Nieder- und Oberösterreich wanderte, die Medien beschäftigte und Emil getauft wurde, um letztlich nach Tschechien zurücktransportiert zu werden, nachdem er sich der Autobahn zu sehr näherte.
4. KI-ndigung:
Hässliche Neue Welt: Personalabbau aufgrund des Einsatzes Künstlicher Intelligenz-Systeme, die automatisiert auch gleich das Personal kündigt.
5. Österreich-Aufschlag:
Bezeichnung für durchgängig höhere Preise für dieselben Waren in Österreich im Vergleich zu Deutschland.
6. Pfandschlupf:
Er entsteht, wenn Gebinde mit Pfand gekauft, aber nicht zurückgegeben werden. Das Geld bleibt im System bei den Handelskonzernen und zwar eine ordentliche Menge.
7. Rindfleischettikettierungsgesetz:
Eine jener Wortschöpfungen, die nur gelangweilten Bürokraten zwischendurch gelingen.
8. Veggie Würstl:
Vegetarische Würstl, die wie „echte“ (Fleisch-) Würstl schmecken sollen.
9. wögern:
Jemandem zu einem Job verhelfen, für den die Person nicht qualifiziert ist und dabei straffrei ausgehen, wie dies bei Gustav Wöginger bisher der Fall war.
10. Zuckerlkoalition:
Bildhafter Ausdruck für die derzeitige österreichische Regierungskoalition von ÖVP (schwarz), SPÖ (rot) und NEOS (pink).
1. Ampel-Regierung:
Falscher Ausdruck für die derzeitige Regierungskoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS, da zwei der drei Parteien keine Ampelfarbe als Parteifarbe haben.
2. Bemühungspflicht:
Zentrale Bestimmung des Sozialhilfegesetzes Oberösterreich, die die Betroffenen in völlige Abhängigkeit von Behörden und Ämter bringt: Bevor eine Leistung aus der Sozialhilfe gewährt werden kann, muss jede Antragstellerin bzw. jeder Antragsteller zunächst ihre/seine eigenen Mittel (Einkommen und Vermögen) zur Bestreitung des Lebensunterhaltes einsetzen, bereit sein, ihre Arbeitskraft einzusetzen bzw. sich um einen Arbeitsplatz zu bemühen.
3. Bürgeranliegen:
Begründung, die Politiker verschiedener Parteien zur Verteidigung und als Entschuldigung der Postenbeschaffung für einen ungeeigneten Kandidaten durch August Wöginger anführten.
4. Deregulierung:
Verhüllender Begriff, der in Wirklichkeit die Verbilligung des Faktors Arbeit auf Kosten des Schutzniveaus der Arbeitnehmer anstrebt. Mit anderen Worten: Soziale Umverteilung zu Gunsten der Wirtschaft.
5. Diversions-Angebot:
Von vielen als unverständliches Entgegenkommen des Gerichts im Prozess um den Korruptionsfall Wöginger, der nicht verurteilt, sondern Diversion angeboten bekam, was ihn straffrei für offensichtliche Korruption aus dem Gerichtssaal gehen sah.
6. Entnahme:
Schönfärberischer Ausdruck für das Töten unerwünschter Wildtiere (z.B. Wölfe, Bären usw.).
7. Lifestyle-Teilzeit:
Abwertender Begriff von Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer, der damit den Teilzeit Arbeitenden unterstellt, dass sie deshalb Teilzeit arbeiten, weil dies zu ihrem „Lifestyle“ gehört und sie sich dadurch die Gebühren für die Pensions- und Krankenversicherung ersparen würden
8. Rabattpickerl:
Schwindelausdruck, weil die Kaufleute die Rabatte im Vorhinein hineinkalkulieren: „Das ist ein ganz normaler Prozess“ sagt ein leitender Angestellter. Gemogelt wird doch überall.“
9. Ressourcenbündelung:
Schönfärberischer Ausdruck, der im Zusammenhang mit der Auflassung von Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen regelmäßig auftaucht.
10. Volkskörper:
Zentraler Begriff der NSDAP, der neuerdings auch zum Vokabular von Herbert Kickl (FPÖ Obmann) gehört.
1. 6 7 sechs-sieben (six seven):
Sinnfreie Formulierung, deren Zweck gerade in ihrer inhaltlichen Leere liegt. Nutzerinnen und Nutzer verwenden den Ausdruck vor allem, um Zugehörigkeit zu einem Trend oder einer (Online)-Community zu signalisieren. Wer „Six Seven“ sagt, ist Teil der Gruppe, ein Insider, der den Schmäh kennt und versteht.
2. Chektst du:
„Verstehst du?“, „Kapiert?“ oder „Begreifst du?“.
3. crash out:
Bedeutet so etwas wie „den Verstand verlieren/ hysterisch werden“ / plötzlich unkontrollierbar wütend oder verzweifelt werden oder vielleicht sofort einschlafen, erschöpft sein von etwas.
4. krank:
Meint „extrem gut“ oder „beeindruckend“ und wird als Ausdruck von Bewunderung für Dinge verwendet, die besonders gut oder cool sind.
5. lowkey:
Diskret oder zurückhaltend sein, Dinge nicht lautstark oder auffällig zu präsentieren, sondern eher diskret und bescheiden.
6. Ragebait:
Bezeichnet Online-Inhalte, die darauf abzielen, gezielt Wut, Empörung oder andere starke Emotionen bei Nutzern hervorzurufen, um deren Engagement zu steigern. Diese Inhalte sollen oft eine virale Reaktion erzeugen, indem sie provozieren und zu Kommentaren, Likes oder Shares anregen.
7. rede!:
„Lauter! Alle sollen’s hören.“ Wird verwendet, wenn jemand genau das ausspricht, was alle fühlen – Zustimmung mit Nachdruck.
8. Schere:
Kommt aus der Gaming-Szene und ist ein Bekenntnis zu einem Fehler. Anstatt Ausreden zu verwenden, wird die Schuld humorvoll anerkannt, indem man „die Schere hebt“.
9. tuff/tough:
Bedeutet so viel wie ‚cool‘ oder ‚krass‘. Es wird verwendet, um Begeisterung oder Anerkennung auszudrücken
10. yesirsski:
Wird gesagt, wenn etwas wirklich Gutes passiert und man dieses Gefühl guter Absichten bekommt /Slang für „gut“.
1. Die Scham muss die Seite wechseln:
Meint, dass sich in Zukunft nicht die vergewaltigten Frauen, sondern die Vergewaltiger für ihre Tat schämen müssen.
2. „Ein Kompromiss ist keine Niederlage, sondern ein Erfolg für das ganze Land.“:
Feststellung von Bundeskanzel Christian Stocker, März 2025.
3. „Nur wer innerlich brennt, kann leuchten.“:
Aufforderung des neuen Erzbischofs von Wien an Priester.
1. „Das ist keine Nationalmannschaft, das ist eine Auswahl an Pizzabäckern.“:
Toni Polster über die Nationalmannschaft von San Marino, die gegen Österreich 10:0 verloren hatte.
2. „Ein Gast mit Hund ist mir lieber als ein Gast mit Kind.“:
Tierliebende, jedoch kinderfeindliche Aussage von Mario Pulker – Gastronomieobmann in der Wirtschaftkammer.
3. „Wir schieben ihn ab, wenn er aus seinen Klostermauern kommt.“ :
FPÖ-Obmann Herbert Kickl über den Erzbischof von Salzburg Franz Lackner, der gewarnt hatte, dass Religion parteipolitisch vereinnahmt und instumentalisiert werde.
Das Österreichische Wort des Jahres 2025 ist „Elch Emil„. Es wurde mit deutlicher Mehrheit gewählt, was sich durch die wochenlange nationale und internationale mediale Aufmerksamkeit erklärt, die dem Geweihträger auf seiner Wanderung durch Nieder- und Oberösterreich zuteil geworden ist. Schließlich wurde er in die Tschechische Republik zurücktransportiert, nachdem er sich einer Autobahn zu sehr genähert hatte. Seinen Namen bekam er von Internetnutzern, der sich angeblich auf den tschechischen Langstreckenläufer und vierfachen Olympiasieger Emil Zátopek bezieht.
Auf dem zweiten Platz landeten die vegetarischen Würstl, die wie „echte“ (Fleisch-) Würstl schmecken sollen. Auch in diesem Fall handelt es sich um ein Medienphänomen, da das Europaparlament am 8. Oktober 2025 für ein Verbot von Namen wie „Veggie Wurst“ gestimmt hat, was viele Diskussionen und großes Unverständnis zur Folge hatte.
Diese Wortschöpfung schaffte es auf den dritten Platz. Man kann vermuten, dass es das Werk gelangweilter Bürokrat:innen bzw. Jurist:innen war, denen derlei nebenbei gelingt.
Irreführender Ausdruck, weil Kaufleute die Rabatte im Vorhinein hineinkalkulieren, wie aus einem Interview mit einem leitenden Angestellten einer Handelsfirma in den Salzburger Nachrichten hervorgeht. Die Kundinnen und Kunden haben diese Marketing-Strategie aber offensichtlich durchschaut, was zu empörten Reaktionen und Diskussionen sowie zu großer medialer Aufmerksamkeit führte.
Abwertender Begriff, der von Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer stammt. Er unterstellte den Teilzeit Arbeitenden damit, dass sie nur deshalb nicht Vollzeit arbeiten, weil dies zu ihrem „Lifestyle“ gehöre und sie sich dadurch die Beiträge für die Pensions- und Krankenversicherung ersparen würden. Die Behauptungen stießen auf Unverständnis, weil sie an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei gehen und als respektlos empfunden wurden. Viele Menschen haben durch Betreuungspflichten und spezifischen Lebensumstände nicht die Wahl zwischen Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigung.
Zentraler Begriff der NSDAP, der neuerdings auch zum Vokabular von Herbert Kickl (FPÖ-Obmann) gehört.
Mit großem Abstand gewähltes Jugendwort des Jahres 2025. Es handelt sich um ein Kommunikationssignal, das von jungen Menschen verwendet wird, um ihre Zugehörigkeit zu einem Trend oder einer (Online-)Community zu signalisieren (in Verbindung mit einer bestimmten Handbewegung). Wer „six seven“ oder „sechs sieben“ sagt, gibt sich als Teil der Gruppe zu erkennen, als Insider, der den Schmäh kennt und versteht.
Das zweitgereihte Jugendwort 2025 ist ein Verstärkungswort, das gerne verwendet wird, wenn etwas wirklich Gutes passiert oder man gute Absichten erkennt. Es steht für „gut“ und ist eine starke emotionelle Bejahung. Es ist eine Kombination aus „Yes, Sir“ und der russischen Endung -„ski“.
Dieses Jugendwort schaffte es unter die ersten drei. Es ist ein Verb und bedeutet so etwas wie „den Verstand verlieren, hysterisch werden; plötzlich unkontrollierbar wütend oder verzweifelt werden“ bzw. auch „erschöpft sein von etwas.“ Alle drei Ausdrücke in dieser Kategorie zeigen die zunehmende Globalisierung der Jugendsprache.
Der positive Spruch des Jahres 2025 ist eine indirekte Aufforderung des neuen Erzbischofs von Wien, Josef Grünwidl, an Priester, ihre innere Überzeugung sichtbar weiterzutragen. Der Spruch findet sich in ähnlicher Form schon bei beim Kirchenvater Augustinus im 4.-5. Jhd. und ist ein jahrhundertealtes Motto der katholischen Kirche, dass man seine Überzeugung Beispiel gebend leben soll.
Spruch des ÖFB für die österreichischen Männer-Fußball-Nationalmannschaft anlässlich der gelungenen Qualifikation zur WM 2026. Dieser Spruch drückt die Euphorie aus, die mit der Qualifikation verbunden ist. Er wurde erst nach dem Start der Abstimmung zum Wort des Jahres bekannt und stand daher nicht zur Wahl. Er wurde von der Jury zum positiven „Sonderspruch“ des Jahrs 2025 ernannt.
Der Unspruch des Jahres 2025 stammt von FPÖ-Obmann Herbert Kickl, der mit großem Abstand auf den ersten Platz kam. Kickl äußerte den Spruch über den Erzbischof von Salzburg, Franz Lackner, der davor gewarnt hatte, Religion parteipolitisch zu vereinnahmen und zu instrumentalisieren und sich dabei indirekt auf politische Handlungen der FPÖ bezogen hatte.